Lauernde Gefahr im Vogelfutter

Im Biologie-Differenzierungskurs der 8. Klassen bei Frau Kraayvanger haben wir im Rahmen des Themas „Klimawandel – biologisch betrachtet“ die Neueinbürgerung von Pflanzen und Tieren in Folge des Klimawandels behandelt.

Ausbreitung der Beifuß-Ambrosie
Ein Beispiel ist die Ambrosia-Pflanze, ein allergieauslösender Neophyt, der sich etwa 1860 von Nordamerika her ausgebreitet hat. Die Pflanze wurde damals mit dem Schiff über Getreidelieferungen aus Nordamerika durch den Menschen eingeschleppt und hat sich vor allem in Süd- und Südosteuropa stark ausgebreitet, da es dort optimale Wachstumstemperaturen gab. Die Samen der Ambrosia-Pflanze gedeihen besonders gut auf Getreide- und Sonnenblumenfeldern und werden von dort aus zum Beispiel während der Ernte in osteuropäischen Ländern wie Ungarn aufgenommen und im Vogelfutter nach Deutschland exportiert. Die Samen bleiben bis zu 40 Jahre lang keimfähig.

Durch den Klimawandel und die zunehmenden Temperaturen auch in unseren Breiten gedeiht die Ambrosia bei uns jetzt nicht nur, sondern bildet auch Samen und kann sich reproduzieren.  Wir haben nun im Unterricht Vogelfutter auf die Samen der Ambrosia hin untersucht und tatsächlich auch gefunden.

Allergiegefahr durch die Beifuß-Ambrosie
Das Allergie-Potenzial der Pollen der Ambrosia-Pflanze ist sehr viel höher als bei normalen Graspollen und führt dazu, dass Menschen sehr schnell allergisch reagieren können: von Augenrötung bis zur Atemnot. Zudem müssen sich die Allergiker auf eine längere Allergiephase einstellen, da die Ambrosia ein Spätblüher ist und sogar im November noch blühen kann. Die Bemühungen, diese stark allergene Pflanze zu bekämpfen, ist vor allem in Wohngebieten besonders hoch, sodass sie dort nicht bis zur Blühreife und somit nicht zur Ausbreitung kommt.

Die Beifuß-Ambrosie erkennen
Die Pflanzen erreichen gewöhnlich Wuchshöhen von 20cm bis 1,5m.
Die Blütenkörbchen enthalten ungefähr 5-15 gelbliche Röhrenblüten.
Blattober- und Unterseite sind beide grün.
Ihre Stängel sind behaart.

Entsorgung der Beifuß-Ambrosie
Junge Pflanzen sollte man vor der Blüte mit Handschuhen ausreißen und über den Hausmüll entsorgen. Bei blühenden Pflanzen muss man Handschuhe und Feinstaubmaske tragen und die Pflanze in einer Plastiktüte im Hausmüll entsorgen. Allergiker sollten diese Arbeiten nicht selbst durchführen.

Für weitere Informationen:
https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/allergie-alarm-aktionstag-gegen-ambrosia

Lea Vahsen, Simon Mertens und Petra Kraayvanger