Wonderful Eastbourne 2016

eastbourneBereits ein halbes Jahr vorher freuten sich die 30 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 auf die Reise nach Eastbourne in England. Denn nachdem das Los die Teilnehmer für die diesjährige Fahrt bestimmt hatte, hieß es bereits ab April an den 12 Vorbereitungstreffen teilzunehmen. In Zweiergruppe wurden Powerpointpräsentationen zu britischen Persönlichkeiten, der britischen Geschichte oder spannenden Sehenswürdigkeiten gehalten. Das ein oder andere sollte dann später in Natura in England besichtigt und bestaunt werden.

Als wir am 03.10.16 endlich starteten, lernten wir um 07.30 unseren Busfahrer Ludger kennen, der uns für die nächsten 5 Tage auf Schritt und Tritt begleitete. Nachdem Ludger unsere Koffer im Kofferraum verstaut hatte, ging die Reise endlich los. Und alle stimmten Melike bald zu: „Ludger, ich mag dich total.“
Insgesamt waren wir zwölf Stunden mit Bus und Fähre unterwegs bis wir schließlich Eastbourne erreichten. Je mehr wir uns unserem Ziel näherten, um so leiser wurde es im Bus. Denn alle waren gespannt auf ihre Gastfamilie, die sie am Busbahnhof in Empfang nehmen und für die nächsten Tage ihre Familie sein sollte. Nach einer ersten kurzen Begrüßung verschwanden dann alle erschöpft von der Reise zu ihren Gastfamilien, bevor es dann am nächsten Tag mit der Erkundung von Eastbourne weiterging.

Am ersten Tag waren wir in Kleingruppen auf spannender Treasure Hunt in Eastbourne unterwegs. Wir wurden anhand von Fragen zu Stadt und Leuten der Umgebung quer durch die Stadt geführt. Hierbei galt es die Fragen genau zu beantworten und auch mal über den eigenen Schatten zu springen, um die Antwort von den englischen Passanten zu erfragen, denn jeder wollte bei der Preisverleihung einen der begehrten Preise erhalten. Nach der Stadtralley haben wir uns am neu restaurierten Pier von Eastbourne getroffen. Vor zwei Jahren ist ein Teil des Piers in Flammen aufgegangen und konnte zum Glück rechtzeitig gelöscht werden, so dass auch heute noch ein Pier das typische Bild eines englischen Seebades schmückt. Einige von uns haben sich mit Fish und Chips am Pier gestärkt, da es nun mit dem Bus zu den Kreidefelsen von Eastbourne, den sogenannten Seven Sisters ging. Mit einer kleinen Wanderung entlang der wunderschönen Felsenlandschaft und einer anschließenden Runde Putting – eine einfache Art des Golfens – mit Blick aufs Meer rundeten wir den ersten Tag ab.

Am Zweiten Tag fuhren wir schon sehr früh nach London und sind leider Zeugen des extremen Verkehrs in London zur Rushhour geworden. Mit einer Stunde Verspätung sind wir in Greenwich angekommen und konnten zum Glück noch das nächste Boot in Richtung London Eye nehmen. Die Fahrt mit den City Cruises hat uns entlang vieler Sehenswürdigkeiten geführt und wurde durch das „live documentary“ des Kapitäns zu einer interessanten Stunde zum Thema London. So erfuhren wir zum Beispiel, dass die Fließrichtung der Themse von den Gezeiten bestimmt wird. Bei ‚high tide’ strömt sie ins Landesinnere und bei ‚low tide’ in Richtung Meer. Dabei variiert der Wasserspiegel um bis zu 7 Meter. Am London Eye angekommen, konnten wir, nachdem wir und unsere Taschen strengstens auf Messer und andere Dinge untersucht worden sind, einen wunderschönen Blick auf diese tolle Stadt von oben erfahren. Auf den anschließenden Programmpunkt haben wir uns alle schon fast am meisten gefreut. Jetzt hieß es in kleinen Gruppen die Stadt innerhalb von vier Stunden alleine zu erleben.

Am letzten Tag haben wir in Brighton den Royal Pavillon besichtigt. Man glaubt in einer anderen Welt zu sein, wenn man auf dieses Gebäude zugeht: von außen gleicht es einer indischen Moschee und innen besticht die asiatische Einrichtung. Zur Erklärung dieses eigenartigen Gebäudes im Süden Englands erhielten alle einen Audioguide, der sie beim Rundgang durch das Gebäude über Alles bestens informieren sollte. Nach dem Museumsbesuch durften wir wieder in Kleingruppen die Stadt erkunden, um noch die letzten Mitbringsel für unsere Familien zu besorgen. Bevor es dann ans Kofferpacken ging, haben wir noch mit unseren Lehrerinnen Frau Kemper und Frau Dr. Nicolai und unserem Busfahrer Ludger zwei Stunden Bowling gespielt und noch mal die letzten gemeinsamen Tage „Revue“ passieren lassen.

Am Tag der Rückreise wurden wir von unseren Gastfamilien pünktlich um 8.00 Uhr am Bahnhof abgesetzt. Hier haben wir uns nochmals bei den Familien für die Gastfreundlichkeit bedankt und uns verabschiedet. Als alle vollzählig waren, packten wir mit Ludger die Koffer in den Bus und fuhren los. Besonders dankbar waren wir ihm, als er kurz vor der Ankunft am MSM in Krefeld noch beim gelben M angehalten hat, damit wir uns vor dem Widersehen mit unseren Eltern stärken konnten. Diese warteten schon sehnsüchtig auf unsere Rückkehr, als wir um 21.00 Uhr in die Johannes-Blum-Str gut gelaunt eingebogen sind.

Allen hat es sehr gut gefallen und es waren aufregende Tage, an denen wir ein neues Land näher kennen lernen durften. Außerdem waren die Hemmungen, frei Englisch in den Gastfamilien zu sprechen, sehr schnell verflogen, da man sich hier dem Land anpassen und seine Sprachkünste unter Beweis stellen wollte.

Eine tolle Reise, die wir jedem Schüler immer wieder empfehlen würden.

von Annika Floer und Anne-Sophie Emmerich