Beratung am MSM

Beratungskonzept

Das Beratungskonzept Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium, Krefeld

1. Notwendigkeit der Beratungstätigkeit an unserer Schule:
Im Kontext der Schulentwicklung erhält die Beratungstätigkeit von Lehrerinnen und Lehrern einen immer höheren Stellenwert. Die Schule allgemein und auch unsere Schule im Speziellen sieht sich herausgefordert, Schüler und Schülerinnen in ihren konkreten Lebenssituationen, z.B. Suchtprävention, Konfliktsituationen mit Lehrern, Konflikte der Schüler untereinander oder in der Schüler-Elternbeziehung, aber auch Eltern im Zusammenhang ihrer Erziehungsarbeit zu beraten und zu unterstützen. Die im schulischen Alltag anfallenden und sich immer stärker aufdrängenden Beratungssituationen vieler Jugendlicher in ihrer Lebenswelt können von Kolleginnen und Kollegen im unterrichtlichen Alltag nicht mehr ohne weiteres erbracht werden und machen ein Beratungsteam für die adäquate Betreuung von Schülern und Schülerinnen unumgänglich.

2. Zielgruppe der Beratungstätigkeit:

  • Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen,
  • Eltern,
  • Kolleginen und Kollegen im Kontext ihrer Arbeit als Klassenlerer/innen und Jahrgangstufenleiter/innen

3. Beratungsteam:
Das Team unserer Schule setzt sich zusammen aus der Schulsozialpädagogin Britta Raven sowie Frau Vetter (Schulseelsorgerin) und Herrn Dr. Janssen. Als Voraussetzung für die Besetzung einer Beratungsstelle gilt die Ausbildung zum Beratungslehrer. Diese Voraussetzung erfüllen an unserer Schule Frau Vetter und Herr Dr. Janßen. Die Stelle des Beratungslehrers wird nach Zustimmung seitens der Schulkonferenz vom 16.12.2009 von Herrn Dr. Janßen und Frau Vetter wahrgenommen. Seit dem Schuljahr 2011/12 beschäftigt das Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium Frau Britta Raven in ihrer Funktion als Schulsozialpädagogin.

4. Wozu wollen wir etwas tun?
Unsere Beratungsangebote dienen der Prävention, der Information sowie der Einzelfallhilfe für Schülerinnen und Schüler und deren Eltern. Unser Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler in einem immer unübersichtlicher und komplexer werdenden Schul- und Lebensalltag zu begleiten und sie darin zu unterstützen ihr Leben selber zu meistern.
Die präventive Arbeit am Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium zielt darauf ab, Schwierigkeiten im Schulalltag frühzeitig zu erkennen und Lösungswege vorzubereiten, bevor es zu schwierigen Situationen im Zusammenleben der Klassengemeinschaften oder bei einzelnen Schülerinnen und Schülern kommt. Ein besonderes Anliegen ist die Stärkung der sozialen Kompetenz unserer Schülerinnen und Schüler sowie deren Unterstützung hinsichtlich des Zusammenhaltes in den Klassen und Stufen. Die Angebote im Bereich Soziales Lernen dienen vor allem der Ich-Stärkung der Schülerinnen und Schüler, so dass diese sich selbstbewusst in das Schulleben einbringen können.
Durch die Beratung im Einzelfall verfolgen wir das Ziel, durch Gespräche und Unterstützung die eigenen Möglichkeiten zur Problemlösung der Ratsuchenden zu stärken. Dabei beziehen die Beraterin bzw. der Berater das gesamte soziale Umfeld der Ratsuchenden mit ein, um eine Ziel -und Perspektivklärung zu erreichen.
Die Beratung dient dazu, ein Bewusstsein für Frage- und Problemstellungen zu schaffen. Sie will zu eigener Problemlösung beitragen oder gegebenenfalls professionelle Hilfe vermitteln. Die Beratung will soziale Fähigkeiten, kritisches Bewusstsein und die Kommunikationsfähigkeit der Ratsuchenden fördern.

5. Was wollen wir tun?
Am Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium bieten wir ein breites Spektrum von Beratungsangeboten. In den Eingangsklassen bieten wir den Klassenteams Unterstützung beim sozialen Lernen im Rahmen der Orientierungsstunde an.
Wir unterstützen das Zusammenleben der Schülerinnen und Schüler am MSM durch Begleitung von Patensystemen und Peer-to peer-Angeboten in den Bereichen soziales Lernen, Medienprävention, Suchtprävention und Gewaltprävention. Die Schülerinnen und Schüler werden soweit geschult, dass sie sich gegenseitig unterstützen können. Die Peer-to-peer-Angebote werden stetig weiterentwickelt.
Wir beraten Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen sowie Eltern in Einzelfällen und begleiten sie auf der Suche nach Lösungsansätzen.

6. Wie wollen wir arbeiten?
Unsere Arbeit geschieht schülerInnenorientiert. Das heißt, dass die Anliegen der Schülerinnen und Schüler im Vordergrund jeder Beratungstätigkeit stehen und unsere Beratungsangebote auf das Lebensumfeld der Schülerinnen und Schüler abgestimmt sind. Wir begreifen die Schülerinnen und Schüler als Subjekte im Beratungsprozess und sehen in deren Partizipation ein weiteres wesentliches Prinzip unserer Arbeit.
Wir unterstützen Schülerinnen und Schüler in ihrer Rollenfindung und verpflichten uns in unserer Arbeit der Leitlinie des Gender Mainstreamings. Dabei geht es darum, Schülerinnen und Schüler für die Frage der Geschlechtergerechtigkeit zu sensibilisieren und selbst aktiv daran mitzuwirken, dass Geschlechtergerechtigkeit aktiv gefördert wird.
Während informierende Beratung auch als Pflicht-Beratung im Schulvormittag stattfinden kann, basiert individuelle Beratung immer auf Freiwilligkeit. Vertraulichkeit und unterstützende Zuwendung sind dabei grundlegende Prinzipien, die für den Verlauf unserer Arbeit wichtig sind. Der oder die Ratsuchende tritt in Kontakt mit einem bzw. einer Berater/-in. Im Gespräch wird ermittelt, ob eine Unterstützung bzw. Klärung von Problemen im Rahmen der Beratung erfolgen kann oder ob der bzw. die Ratsuchende an eine andere Stelle weiter vermittelt werden soll.
Unsere Arbeit erfolgt im Team und durch Vernetzung der unterschiedlichen Beratungsangebote am Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium. Zugleich sind wir Teil eines über-schulischen Netzwerkes. Wir arbeiten mit außerschulischen Partnern zusammen, die sowohl unsere Arbeit vor Ort unterstützen als auch Schülerinnen und Schüler an außerschulischen Orten beraten und begleiten.

7. Wo soll unsere Arbeit stattfinden?
Die Beratungslehrkräfte als auch die Schulsozialpädagogin stehen für Beratungsgespräche nach Terminvereinbarung zur Verfügung. Die Beratungslehrkräfte und die Schulsozialpädagogin sind für die Eltern über das Sekretariat oder per Mail erreichbar, die Schülerinnen und Schüler erreichen die Beratungslehrkräfte als auch die Schulsozialpädagogin per Mail oder in den Pausen.
Beratungsgespräche sollen nach Möglichkeit außerhalb der Unterrichtszeit stattfinden. Bei dringenden Beratungsterminen, die sich zeitlich nicht außerhalb der Unterrichtszeiten terminieren lassen, melden sich die ratsuchenden Schülerinnen und Schüler bei dem entsprechenden Fachlehrer ab und ggf. erhalten die Schülerinnen und Schüler von den Beratungslehrkräften oder der Sozialpädagogin eine Bescheinigung mit genauer Angabe des Beratungszeitraumes zur Vorlage beim Fachlehrer.
Für die regelmäßig stattfindenden Beratungsteamsitzungen wird das Büro der Schulsozialpädagogin genutzt.
Für die weiteren Beratungsbereiche wie z.B. der Bereich Prävention oder der Bereich Umsetzung sozialer Projekte werden Klassenräume, Aula und ggf. außerschulische Räume genutzt.

8. Durch wen soll die Arbeit geschehen?
Grundsätzlich nehmen alle Lehrkräfte des MSM-Gymnasiums Beratungsaufgaben, die von Seiten der SchülerInnen und Eltern an Sie herangetragen werden, wahr.
Das Beratungsteam übernimmt nicht die Aufgaben der KlassenlehrerInnen, FachlehrerInnen und Tutoren, sowie der Unter-, Mittel- und Oberstufenkoordinatoren/-koordinatorinnen und der SV-Lehrkräfte. Das Beratungsteam übernimmt die Aufgabe, diese zu ergänzen und auf Anfrage zu entlasten.
Die Beratungslehrkräfte und die Sozialpädagogin verstehen sich in ihrer Funktion als Beratungsteam als Teil eines umfassenden und tragfähigen Beratungsnetzwerkes, das die Transparenz des Beratungskonzepts innerhalb und außerhalb der Schule sichert.

Beratungsfelder

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Schulsozialarbeit

Das Konzept zur Schulsozialarbeit an Krefelder Gymnasien kann hier als PDF-Dokument heruntergeladen werden:

--> Konzept zur Schulsozialarbeit an Krefelder Gymnasien